Gestern war ich in Frankfurt. In der Uni, wegen Hausarbeitskram. So ist das bei Studenten.
Viel interessanter als das ist jedoch, dass ich ausnahmsweise (in Frankfurt kann man hier tatsächlich von “ausnahmsweise” sprechen) eine Kamera dabei hatte und nebenher – ohne ein konkretes Ziel – ein paar Aufnahmen machte.
Dabei kam z.B. diese heraus:
Mit Sicherheit wird diese Idee keine neue sein und wie so vieles wird auch das irgendwann schonmal von irgendwem auf eine viel bessere Art und Weise umgesetzt worden sein und überhaupt klauen Fotografen ja sowieso nur Ideen von anderen, aber so ist das nunmal. Die Welt ist bekanntlich eine böse und ich bin es sowieso und Texte schreiben kann ich auch nicht, wie ich gestern mitgeteilt bekam, aber im Grunde genommen ist das alles relativ egal, denn darum geht es hier nicht.
Viel mehr geht es darum, dass man auf diese Art Menschen portraitieren kann, ohne irgendwelches klassisches Portraitbrimborium. Man kann Menschen in einer Alltagssituation portraitieren und festhalten, ohne sie wirklich konkret abbilden zu müssen. Ich habe heute lediglich fünf dieser Aufnahmen gemacht, mir fiel aber direkt auf, wie viel Unterschiedliches man aus solch simplen Bildern lesen und über Menschen erfahren kann.
Das finde ich alles ziemlich spannend. Vielleicht sollte ich öfter mit der Kamera durch Frankfurt gehen. Und bestenfalls sollten alle Bodenbeläge in Städten so fotografenfreundlich sein wie dieser am Goetheplatz.
Ein weiteres ganz nettes Motiv fand ich dann noch beim Kaffeedealer meines Vertrauens feat. einer Freundin, mit der ich unterwegs war. Der ein oder andere wird den Witz vielleicht verstehen.
Auch gestern verwendete ich – wie im letzten Post – die alte Canon EOS 5D. Der Grund dafür ist jener einfache, dass die 50mm Festbrennweite mit einer Vollformatkamera wie der 5D deutlich bessere Resultate liefert. Zudem habe ich hier nicht das Problem des 1,6er Crop-Faktors wie bei der 7D oder der 30D.
